Miscanthus sinensis

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Miscanthus sinensis ist der lateinische Name des mittlerweile auch in mitteleuropäischen Gärten verbreiteten Chinaschilfs. Wie der Name schon sagt, kommt es ursprünglich aus China, Japan und Korea. Dort wächst es auch in kargen, unwirtlichen Gegenden.
Das Chinaschilf ist sehr vermehrungsfreudig. Etwa 20 Jahre, nachdem es in den USA als Zierpflanze in den Gärten Einzug gehalten hatte, wurde es dort als invasiv eingestuft. Für die Vermehrung sorgt der Wind. Teilweise ist der Ausbreitung nur mit Roundup, einem starken Herbizid, zu begegnen.
Insbesondere in den Ursprungsländern ist das Chinaschilf Heimat und Nahrung für viele Insekten. So nutzen dort etwa 40 verschiedene Schmetterlingsarten die Pflanze als Wirt.
Doch auch für Menschen hatte und hat es eine Bedeutung. Das schnell wachsende und sich stark vermehrende Schilf war nicht immer nur Zierpflanze. In seiner Heimat wurde es als Material für geflochtene Sicht- und Windschutzmatten und als Futterpflanze für das Vieh genutzt.

Miscanthus ist Winterhart

Der Wuchs ist buschartig in lockeren bis dichten Horsten (= viele Triebe teils dicht nebeneinander, ohne Rhizome). Meist erreicht es eine Höhe von bis zu zwei Metern, selten von bis zu vier Metern.
Das Chinaschilf hat sehr feste, unverzweigte Halme mit einem Durchmesser von drei bis zehn Millimetern. Die Blätter sind wechselständig und, typisch für Pflanzen mit erhöhter Photosyntheserate, von aufrechtem Wuchs. Dadurch wird eine maximale Ausnutzung des Sonnenlichts gewährleistet.
Die Blattscheide kann sowohl kahl, als auch filzig behaart sein. Die Blätter sind zwischen 18 und 75 cm lang, sehr flach und von gerader, linealischer Form, welche spitz zuläuft. Charakteristisch für das Chinaschilf ist die hervortretende Mittelrippe. Die Blattränder sind rau oder glatt. Zwischen den Blattscheiden und dem Schilfhalm befindet sich ein Anhängsel – das Blatthäutchen. Es ist 0,5 bis 4 mm lang und bewimpert.
Chinaschilf blüht in einer 20 bis 36 cm langen und bis zu 30 cm breiten Rispe. Die Rispe ist nahezu kahl bis filzig behaart. Die Blütenstile im oberen Bereich erreichen die dreifache Länge gegenüber denen im unteren Bereich.